Neues Hilfsprojekt in SimbabweSimbabwe (1)

Galt Simbabwe mit einer florierenden Wirtschaft, fruchtbaren Böden und einer blühenden Landwirtschaft einst als „Kornkammer Afrikas“, wurde es innerhalb kurzer Zeit infolge von Misswirtschaft, Korruption und verheerende Dürren zu einem der ärmsten Länder weltweit mit einer der niedrigsten Lebenserwartungen. Leiden müssen dabei vor allem die Kinder, da bei einer Arbeitslosigkeit von über 90% oft kein Geld für den Schulbesuch vorhanden ist. Das Leben in Simbabwe ist extrem hart: Ein Schulleiter verdient umgerechnet 40 Dollar im Monat, ein Liter Benzin kostet bereits 5 Dollar. Lebensmittel sind so teuer, dass viele Menschen hungern, obwohl sie Arbeit haben. Angesichts dieser Not ist es beeindruckend, wie fröhlich die Menschen dort trotz allem sind. Dies hat mich seit meinem Besuch in Simbabwe im Raum Masvingo im Jahr 2011 nicht mehr losgelassen, und ich begann, mich erst in einem Hilfsverein und später über die gemeinnützige Advivia gGmbH ehrenamtlich in Hilfsprojekten zu engagieren. Das kleine Team besteht fast ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die im regelmäßigen Kontakt zu den Menschen in Simbabwe stehen. Ich bin für die Finanzen zuständig.

Simbabwe (2)Ein solches Projekt funktioniert nicht ohne zuverlässige Partner vor Ort. Alington Matsilele, der Schulleiter der Dorfschule Chidzikwe, ist ein solcher zuverlässiger und vorausschauend denkender Mensch und unser „Mann vor Ort”. Jedes Jahr fliegen Teams in die Region Masvingo und nach Chidzikwe, um die Verwendung der Spendengelder und den Fortgang der Projekte zu begutachten und ihr Knowhow einzubringen. Die Projektgründerin Sarah Dilling ist im Januar 2020 mit ihrer Tochter nach Simbabwe umgezogen, um sich ganz dem Hilfsprojekt und den Menschen dort zu widmen. Zuvor hat sie ihr Masterstudium der Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Entwicklungsländer abgeschlossen.

Wir möchten nicht einfach nur Geld dort hinschicken, sondern nachhaltige Projekte fördern, die den Menschen und insbesondere den Kindern langfristig zugutekommen. Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten, die die Menschen in Simbabwe einbezieht und mit in die Verantwortung nimmt.Simbabwe (3)

Als Grundlage für alles wurde zuerst ein Brunnen gebohrt, der viele Dörfer im Umkreis mit sauberem Trinkwasser versorgt. Wir fördern Waisenkinder, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Wir finanzieren den Kauf von Saatgut, damit auf dem Schulgelände Gemüse angebaut werden kann, das den armen Familien als Nahrung dient. Für ein Nähmaschinenprojekt haben wir eine Anschubfinanzierung geleistet. Dies ist eine von mehreren Ausbildungsmöglichkeiten nach der Schule. Aktuell projektieren wir den Aufbau eines Ausbildungszentrums, um den Schülern nach der Schulzeit Perspektiven für eine Berufsausbildung bieten zu können.

Es gibt noch viel zu tun, und SIE können Teil dieses Projektes werden! Der Infoabend im Gemeindehaus findet zu einem späteren Zeitpunkt mit Berichten, Fotos und Videos aus Simbabwe statt. Dabei können Sie die ehrenamtlichen Mitarbeiter persönlich kennenlernen. Gerne beantworten wir alle Fragen. Aktuelle Informationen und Möglichkeiten zu spenden finden Sie auf unserer Website https://simbabwe.advivia.de.

Martin Doering