Altes Gemeindehaus in Schönfließ...

2017 gemeindehaus Schoenfliess...biegt auf die Zielgerade. Irgendwann rückt selbst auf dem längsten Weg einmal das Ziel in Sichtweite. Und so haben auch die zukünftigen Bewohner nach mehrjähriger Arbeit am und im alten Schönfließer Gemeindehaus den Lohn für ihre Mühen allmählich vor Augen. „Im Sommer werden wir einziehen“, setzen sie entschlossen eine Zielmarke.
2013 hat die Familie Hussong/Schütz das Haus gekauft. Für den Grund und Boden, der im Eigentum der Kirche verbleibt, haben die neuen Hausherren eine Pacht zu bezahlen. Darüber hinaus wird der Gemeinde weiterhin ein Raum zur Verfügung stehen, in dem sich Gruppen zu Christenlehre oder  Konfirmandenunterricht treffen. 2014 haben beide Seiten schon mal testen können, wie das funktioniert. Ein knappes Jahr lang konnte die Kirchengemeinde den provisorisch hergerichteten Raum nutzen, bis die Sanierung auch dort anstand und man wieder das Quartier wechseln musste. Im Frühsommer soll das derzeitige Provisorium ein Ende haben. Dann sollen der Raum und die Toilette fertig sein und die Kirche kann diesen Bereich des Hauses wieder nutzen. Eigentlich hätte alles ja schon früher abgeschlossen und die Familie eingezogen sein sollen. Für Verzögerung sorgte die fehlende Baugenehmigung, was so  nicht vorauszusehen war. „Im Grundbuch war das Haus als Schule eingetragen. Das Wort 'Wohnen' tauchte da gar nicht auf“, erklärt der Hausherr, warum es noch einmal einen Marsch durch die Behörden brauchte. Ende 2015 war auch diese Etappe geschafft. Und seither können die Handwerkertrupps anrücken. Vorher konnten nur solche Arbeiten erfolgen, die das Haus nicht in seiner Substanz berührten. Der Ausbau des Dachgeschosses etwa, das einmal fünf Zimmer haben soll, musste warten. Seit sie das Haus kauften, hat die Familie viel Zeit und Energie in ihr künftiges Heim gesteckt. Fast jedes Wochenende verbrachten sie dort mit bauvorbereitenden Arbeiten. Mit dem Vorliegen der Baugenehmigung ging’s dann richtig rund. Ein Wunder, was die Unerschütterlichen alles geschafft haben: Fußböden gedämmt und erneuert, große Teile der Elektrik, Abwasser- und Frischwasserleitungen sind verlegt und die Heizung funktioniert. Vieles ist geschafft, und den Rest packt die Familie auch noch. Auf den Einzug freuen sich alle sehr. Wie schön es in dem Haus werden kann, das haben sie schon getestet, als sie dort die Konfirmation des Sohnes Jeremias und einmal Weihnachten gefeiert haben.

VOLKER MATTERN